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Alte Försterei

Wir schätzen dieses sympathisch bodenständige Gasthaus für seine solide Südtiroler Küche, die uns auch dieses Jahr für Beiriedsuppe, Saftgulasch und Backhendl wieder 13 wert war. Uns gefielen auch das Tris di Knederli (Knödel-Trios), die Wildschweinroulade mit Aprikosen-Traminerkraut, der Tafelspitz oder der gratinierte Topfenpalatschinken und der Kaiserschmarren mit Aprikosenro?ster – der talentierte Südtiroler Koch Christoph Tscholl bereitet aber auch Havelzander und Müritzlamm.
Wir waren jedoch sehr verblüfft, als uns beim letzten Besuch überforderter Service und hektische Küche ein mittelprächtiges Kantinenerlebnis bereiteten. Wie wir erfuhren, war die
„Potsdamer Schlössernacht“ vorausgegangen und hatte die Kräfte des Hauses über die Maßen beansprucht. Wir haben dafür Verständnis, erlauben uns aber doch die Frage, ob es nicht auf lange Sicht schlauer ist, an solchen Tagen auf den Umsatz zu verzichten, als die Gäste mit einem Notprogramm zu verprellen. Da wir Wiederholungsgefahr nicht ausschließen können, kassieren wir für dieses Jahr die Kochmütze.
Der Service ist an normalen Tagen angenehm, die Weinkarte passte sich der guten Küche erfreulich an.

Restaurantbewertung aus GAULT MILLAU Deutschland 2011.