Detailansicht

zurück

Schlossrestaurant

Im 19. Jahrhundert Kaserne eines herzoglich-braunschweigischen Leib-Bataillions wurde das große Sandsteingebäude unterhalb des ehemaligen Fasanengartens nach der Restaurierung zum Schlosshotel befördert. Man hat einen schönen Blick auf das große, etwas heruntergekommene Schloss und die darunter liegende barocke Gartenanlage.
Das Restaurant, ein sehr großer, schlicht in braunen und dunklen Rottönen gehaltener Raum mit breiter Fensterfront, war früher der Innenhof der Kasernen. Er wurde überdacht und um eine großzügige Terrasse bereichert. Die nicht zu eng stehenden, weiß gedeckten Tische mit bequemen Stühlen laden zum Essen ein.
Alles, was mit regionalem Fisch, Fleisch und Geflügel in Verbindung gebracht werden kann, findet sich auf der erfreulich kleinen Karte und wird in reellen Portionen äußerst schmackhaft zubereitet und fein abgeschmeckt. Eine Spirale vom Harzer Höhenrind, roh, hauchdünn mit gut gewürztem Basilikum-Pesto und Rucola mit geriebenem Parmesan war zwar nicht aufregend, aber ein guter Beginn, ebenso wie die Essenz von heimischen Pilzen mit frischen Tortellini. Saftiges Filet vom Bachsaibling, auf der Haut gebraten, wurde mit tomatisierten Tagliatelle und jungem Spinat serviert, die geschmorte Kalbsbacke mit getrüffeltem Kartoffelpüree und zu weich geratenem bunten Gemüse. Mit dem zarten Chateaubriand, dem Klassiker des Hauses, macht man es allen Gästen recht, ihnen gefallen auch der Rahmkohlrabi, das Steckrübenmus und das Kartoffelgratin dazu.
Auch der Ziegenfrischkäse, der mit hausgemachtem Nussbrot und Feigensenf zu haben ist, stammt aus der Gegend. Zum Abschluss locken eine Crème brûlée mit Zitronenmelisse oder ein fruchtiges Kirschsorbet.
Das Weinangebot ist noch klein, bietet aber jedem etwas, alle Weine werden auch als Offene kredenzt. Der Service ist sehr freundlich und kann auch gut beraten.

Restaurantbewertung aus GAULT MILLAU Deutschland 2011.