Nachdem wir das Einbahnstraßengewirr ohne das verzweifelnde Navi gemeistert hatten, sorgte Familie Oettinger für Entspannung auf der ganzen Linie. Im gediegenen rustikalen Restaurant mit viel Holz verwöhnen herzige Servicemaiden ebenso wie ihre charmante Chefin mit einem freundlichen Lächeln. Aus der Küche kommt moderne Klassik in überzeugendem Handwerk und sauberer Optik.
Präsentiert der Gruß aus der Küche das Thema Ente, kommen eine Essenz mit dezent scharfer asiatischer Note, Scheiben von der geräucherten Brust und Stopfleberterrine mit Apfelchutney. Aufwändig dekliniert wird auch die Gelbflossenmakrele: gebratenes Filet auf kleinem Ragout von Pulpo mit geschrotetem und mariniertem Blumenkohl sowie superbem Makrelensalat mit Bleichsellerie und frischem Koriander.
Immer eine Versuchung wert sind die vorzügliche Gänseleberterrine mit Birnenkompott und die zarte rosa Taubenbrust frisch aus dem Räucherofen auf Blaukrautsalat und Selleriemousseline. Selbstverständlich à point gebraten kam das Filet vom Albrind mit kräftiger Jus auf geschwenkten Steinpilzen mit weißem Bohnenpüree und grünen Markklößchen.
Die üppigen Portionsgrößen lassen leider so manchen Dessertwunsch vergehen. Dann wird vielleicht eine opulente Mousseschnitte von der Valrhona-Schokolade mit gepfefferten Sauerkirschen und fruchtigem Sauerkirschsorbet verpasst.
Die lobenswert bestückte Weinkarte vereint das Ländle und die wichtigsten Länder und erfreut auch mit sehr attraktivem Offenausschank.
Restaurantbewertung aus GAULT MILLAU Deutschland 2011.