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Rosati

Auch in langwährenden Testversuchen haben wir die bei jedem Mahl sich stellende Frage, warum das Ristorante Rosati bei Golzheimern und Messebesuchern über 30 Jahre konstant beliebt ist, nicht lösen können. An der lärmigen Akustik kann es wohl nicht liegen. Auch nicht an den langweiligen Antipasti und Desserts vom Wagen.
Liegt es an den eher überhöhten Preisen, die wohl bei manchen Düsseldorfern ein Indiz für Qualität sind?
Vielleicht ein Ansatz zur Lösung dieser Preisfrage: Die Brüder Remo und Renzo Rosati verstehen es gekonnt, ein lockeres Ambiente zu schaffen und VIPs sowie vor allem die Möchtegern-VIPs geschickt zu hofieren. Auch der herzlich-flotte Service zeigt ihnen deutlich, dass sie bekannt und hochwillkommen sind. Außerdem entwickelte sich das Interieur des Hauses mit den Jahren immer lichter und eleganter (bei gutem Wetter sollte man natürlich versuchen, einen Platz auf der weiträumigen Freifläche vor dem Haus zu ergattern).
Aber die Küche in letzter Zeit? Die schon im letzten Jahr bemängelten Industrie-Teigwaren haben sich jedenfalls nicht verbessert. Und in der traditionellen Fischsuppe ist zwar das Gemüse schön fest, aber die kümmerlichen Fischstücke sind weich durchgekocht. Ob der seit Jahren akkurat gebratene Lammrücken aus dem Ofen es auf Dauer allein lohnt, bei Rosati freudig vorzufahren?
Gleichbleibend hochpreisig die Weine aus dem Land, wo die Zitronen blühen; bei den Offenen nachzubessern, wird schon seit Jahren versäumt.

Restaurantbewertung aus GAULT MILLAU Deutschland 2011.