Beluga is back!
Gourmets können sich freuen: Nach der Regelung der Exportbestimmungen darf der teuerste Kaviar der Welt wieder aus den Produktionsländern exportiert und international gehandelt werden. Welche Luxus-Speisen außerdem auf den Tellern landen, erfahren Sie hier.
Der wohl teuerste Kaviar der Welt, auch bekannt unter dem Namen "Beluga", ist zurück. Es darf wieder mit ihm gehandelt werden, das bestätigte nun die UN-Artenschutzbehörde CITES. Nachdem sich die Anrainer-Staaten am Kaspischen Meer im vergangenen Jahr keine Einigung im Bezug auf die Ausfuhrquote erreichen konnten, hat man heuer neue Export-Bestimmungen beschlossen. Wurde also 2009 der Handel mit Beluga Kaviar eingestellt, so darf er jetzt wieder ausgeführt werden.
Bedrohte Art
Iran, Aserbaidschan, Kasachstan, Russland und Turkmenistan produzieren zusammen den Großteil des weltweit verzehrten Kaviars, der aus den Eiern des Störs gewonnen wird. Nach dem Ende der Sowjetunion boomte die Kaviar-Fischerei, die Störe waren aber bereits nach wenigen Jahren vom Aussterben bedroht waren. 1998 schritt die UN-Artenschutzbehörde ein und kontrolliert seit dem die Bestände sowie die Fischerei.
Tausende Euro pro Kilo
Kaviar - im Speziellen der Beluga - gilt nicht zu Unrecht als das "schwarze Gold". Die Fischeier können bis zu 8.000 Euro pro Kilo kosten. Der teuerste Kaviar der Welt ist der Almas Beluga Kaviar. Der Name "Almas" kommt aus dem Russischen und bedeutet übersetzt Diamant. Und mit umgerechnet ca. 37.000 Euro pro Kilogramm ist der Kaviar auch gleich teuer wie die edlen Steine.
Dinner Deluxe - Die teuersten Speisen der Welt
- Luxus-Steak: Aus dem teuersten Fleisch der Welt, dem Kobe oder Wagyu Beef. Die Rinder werden handmassiert und zu Lebzeiten nur mit dem feinsten Futter versorgt. Das fettarme, zart marmorierte Fleisch weist zudem den geringsten Anteil an gesättigten Fettsäuren aller Rinderrassen auf und kostet bis zu 300 Euro pro Kilo.
- Gift-Fisch: Für all jene, die die Gefahr lieben, steht Fugu oder Kugelfisch auf der Speisekarte. Er gilt als gefährliche aber besonders exklusive Spezialität. Das in Haut und Innereien enthaltene Gift ist für Menschen tödlich. Noch immer sterben jährlich im Durchschnitt fünf Japaner an den Folgen des Kugelfisch-Genusses. Aufgrund der giftigen Bestandteile ist die Ausbildung zum Fugu-Meister höchst komplex. Diese "Exklusivität" schlägt sich im Preis nieder. Ein Gericht kommt mit rund 100 Euro zu stehen. Wem's also angesichts des Giftes nicht den Appetit verschlägt, darf beim essbaren Nervenkitzel gerne zulangen.
- Goldschnitzel: Das panierte Schnitzel ist mit 24-karätigem Blattgold und einer Paste aus weißem Alba Trüffel überzogen. Zum Drüberstreuen gibt’s schwarzen Sommertrüffel. Das Schnitzel kostete 150 Euro und wurde in einem Düsseldorfer Restaurant angeboten.
- Schweinerei: Der Joselito Jamón Ibérico de Bellota Gran Reserva gilt als der beste Schinken der Welt. Er wird aus den schwarzen Ibérico Schweinen hergestellt, die freilaufend gehalten und mit Eicheln gemästet werden. Mit 25 Euro pro hundert Gramm sollte er auch jeden Cent wert sein.
- Würzig: Weniger giftig, aber umso teurer ist Safran. Das Gewürz aus den Blütenstempeln einer speziellen Krokusart war lange Zeit wertvoller als Gold und ist auch heute noch einiges wert. Zwischen fünf und zwölf Euro kostet ein Gramm des edlen Gewürzes - je nach Herkunftsland und Anbaubedingungen. Ein Kilo kostet demnach bis zu 12.000 Euro.
- Tolle Knolle: Ebenfalls kein Schnäppchen ist Trüffel. Im Besonderen für weißen Trüffel muss man tief in die Tasche greifen. Ein Kilo davon kostet zwischen 9.000 und 15.000 Euro. Der Preis variiert aber je nach Vorkommen und Nachfrage. Ein entscheidendes Kriterium für den Preis der Trüffel ist die Größe. Bei besonders großen Exemplaren können Auktionspreise von über 100.000 Euro erzielt werden.
- Katzen-Kaffee: Zibet Kaffee oder Kopi Luwak ist der teuerste Kaffee der Welt. Seine "spezielle Note" erhält er von einer Schleichkatzenart, die die Kaffeekirschen frisst. Durch den "Fermentierungsprozess" im "Inneren" des Tieres bekommt dieser ein "besonderes Aroma". Ein Kilo des außergewöhnlichen Katzen-Kaffees kann über 1.000 Euro kosten. Er ist aber aufgrund des "schwierigen Anbaus" Mangelware und nur sehr selten zu bekommen.
- Ein Traum aus Schaum: Angestoßen wird selbstverständlich mit Champagner. Der edle Sprudel aus Frankreich gilt weltweit als Getränk der oberen Zehntausend und ist dementsprechend kostenintensiv. Tausende von Euros werden jährlich in den prickelnden Genuss investiert - mit 5.000 Euro pro Flasche ist man dabei.
- Spirituose: Teure Whiskys gibt es mittlerweile einige. Flaschenpreise zwischen 2.000 und 5.000 Euro sind da keine Seltenheit.
- Teure Tropfen: Sie finden sich natürlich auch am Weinmarkt. Vor allem das französische Weingut Château Mouton-Rothschild kann mit besonders edlen Weinen aufwarten. Tipp: Der 1945 Jahrgang ist unter Sammlern besonders beliebt. Auch für Süßweine vom Château d’Yquem aus dem Sauternes müssen Sie tief in die Tasche greifen.
- Shake it: 27.321 ist nicht bloß eine Zahl, sondern auch der Name des teuersten Cocktails der Welt, der umgerechnet 4.690 Euro kostet. Eingeschenkt wird er in Dubais berühmtem Nobelhotel Burj al Arab. Der Preis resultiert aus den besonders edlen Zutaten wie etwa 55-jährigen Whisky.
- Wunder-Wasser: Wer es lieber antialkoholisch mag wird hier fündig - in der Antarktis. Sie müssen aber nicht persönlich dorthin reisen, um eines der teuersten Wasser der Welt zu genießen. Das füllen die beiden Chefs der The Cape Grim Water Company in Flaschen. Konkret handelt es sich dabei um Regenwasser aus der Antarktis, das in Tasmanien aufgefangen wird. Das angeblich reinste Wasser der Welt wird auch als "Freudentränen der Engel" bezeichnet und kostet ein Vielfaches von herkömmlichem Leitungswasser, das mit einem Cent für acht Liter wirklich billig ist. Auch das "bling"-Wasser kommt mit rund 100 Euro je 0,75 Liter teuer zu stehen. Der Preis kommt aber nicht vom Inhalt als vielmehr von der opulenten Swarovski- Kristall-Dekoration. Das vermutlich teuerste Wasser der Welt finden Durstige mit dem nötigen Kleingeld in Japan. Das klare Edelwasser "Rokko No Mizu" aus dem Rokko-Gebirge kann man um erfrischende 124 Euro pro Liter genießen.





