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Eine Hommage an das Bier

Farbe, Geruch, Geschmack: Damian Kokoschka verkostet Bier wie edlen Riesling - blind und hoch konzentriert

Eine Hommage an das Bier

„Schlucken!“ Damian Kokoschka ist ein durch und durch fröhlicher Zeitgenosse. Doch wenn es ums Bier geht, versteht er keinen Spaß. „Schlucken, man muss es schlucken“, ruft er – und hat Recht. Will man dem Bier geschmacklich auf den Grund gehen, dann hilft alles nichts: Spucken gilt für Wein – bei Hellem, Pils oder Weißbier aber muss geschluckt werden. „Wegen der retronasalen Aromen“, sagt Kokoschka, und hat damit schon wieder recht. Denn während es beim Degustieren von Wein in erster Linie auf die Nase ankommt, entfalten sich die Geschmacksstoffe beim Gerstensaft etwas weiter hinten, zwischen Nase und Rachenraum – „retronasal“ eben.

Eine eigene Sprache

Damian Kokoschka, 31 Jahre alt und geboren in Schlesien, ist Serviceleiter im „Brauereigasthof“ in Aying wenige Kilometer südlich von München. Kokoschka ist Biersommelier, einer von rund 300, die es in Deutschland gibt und die das Bier nicht nur professionell verkosten, sondern immer öfter auch bestimmte Sorten als Begleitung zum Essen empfehlen. Um die Feinheiten des Bieres zu erkunden, führt Damian Kokoschka regelmäßig Blindverkostungen durch. Und da ist es dann andächtig still. Es wird gerochen und geschlürft, ganz so, als hätte man einen feinen Riesling im Glas.
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