?Das 14 Hektar große Weingut Fritz Haag trägt die Zusatzbezeichnung »Dusemonder Hof«. Ein Hinweis auf den alten Ortsnamen: Erst im Jahre 1925 wurde Dusemond, aus dem Lateinischen mons dulcis (süßer Berg), in Brauneberg umbenannt. Der Brauneberg, sicherlich einer der eindrucksvollsten Hänge im Moseltal, ist gegliedert in zwei großartige Lagen: Juffer und Juffer-Sonnenuhr. In der Mitte des Braunebergs liegt die außergewöhnliche Spitzenlage Juffer-Sonnenuhr, die etwa zehn Hektar groß ist. Durch eine Geländekrümmung entsteht ein großer flacher Hohlspiegel, der die Sonne aus jedem Einfallswinkel speichern kann. Am Fuß liegt der Wärmespeicher Mosel, darüber steile Felsen.
Wie aus einem Guss
Über Jahre sind wir nicht müde geworden, das durchgängig hohe Qualitätsniveau in diesem Betrieb zu loben. Vom einfachen, trockenen Gutsriesling bis zum edelsüßen Topwein präsentierte sich das Haag’sche Angebot stets wie aus einem Guss. Das kommt nicht von ungefähr, denn nur wenige Winzer im Moseltal gehen ihrem Beruf mit der Hingabe nach, wie sie Wilhelm Haag zu eigen ist. Die Basis seiner Erfolge liegt in der Spitzenlage Brauneberger Juffer-Sonnenuhr, wo Haag bestens begütert ist. Nach und nach hat er sich die Filetstücke gesichert. Unterstützung erhielt Wilhelm Haag ab dem Jahr 2005 durch seinen Sohn Oliver, der sich bereits als Verwalter und Weinmacher bei Wegeler im Rheingau bestens bewährt hat. Er hat mittlerweile auch offiziell die Inhaberschaft und Betriebsleitung übernommen. Unsere Begeisterung für die feinfruchtigen Rieslinge des Gutes ist ungebrochen: Selbst in mittelmäßigen Jahren wie 2000, 1991, 1987 und 1981 fallen die Weine hier vorzüglich aus. Und an die Jahrgänge 1979, 1985, 1988 und 1990 des Hauses sei besonders erinnert. Hier offenbart sich die Langlebigkeit großer Moselrieslinge. Nicht Alkoholgehalt, sondern mineralische Tiefe garantiert ein langes Leben.
Grandiose Riesling-Klassiker
Der vorzügliche Jahrgang 2001 mit seinen hochkarätigen Auslesen ist uns noch in bester Erinnerung. 2003 verband in der Spitze üppige Beerennoten mit rassiger Eleganz. Ein Weinmonument war die sensationelle Trockenbeerenauslese aus dem gleichen Jahr. Ein wahrer 100-Punkte-Wein! Die 2004er waren etwas schlanker, die 2005er wahre Moselklassiker, die Schmelz und Filigranität verbinden. Die sensationellen Weine aus 2006 hatten sich den Titel »Kollektion des Jahres« mehr als verdient. 2007 stand da kaum nach, und auch der Jahrgang 2008 bringt wieder grandiose Riesling-Weine. In einem Jahr, das nicht gerade seine Stärke bei den Auslesen hat, setzt Haag erneut in dieser Prädikatsstufe Maßstäbe. Er stellte uns eine Reihe von fünf außergewöhnlichen Auslesen vor, an der Spitze die unwiderstehliche Goldkapsel. Doch auch die Spätlesen zeigen großartige Finesse. Dies ist geniale Riesling-Interpretation!
| Riesling 2008 | 85 |
| Riesling 2008 | 85 |
| Riesling 2008 | 86 |
| Riesling 2008 | 86 |
| Riesling 2008 | 88 |
| Riesling 2008 | 89 |
| Riesling 2007 | 89 |
| Riesling 2008 | 90 |
| Riesling 2007 | 90 |
| Riesling 2007 | 91 |
| Riesling 2008 | 91 |
| Riesling 2007 | 92 |
| Riesling 2007 | 92 |
| Riesling 2008 | 92 |
| Riesling 2007 | 93 |
| Riesling 2007 | 93 |
| Riesling 2007 | 93 |
| Riesling 2008 | 93 |
| Riesling 2008 | 93 |
| Riesling 2008 | 94 |
| Riesling 2008 | 94 |
| Riesling 2007 | 94 |
| Riesling 2007 | 94 |
| Riesling 2008 | 95 |
| Riesling 2007 | 97 |
| Riesling 2007 | 99 |
Text und alle Bewertungen aus GAULT MILLAU WeinGuide Deutschland 2010.