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Weingut Emrich-Schönleber Inhaber: Werner und Frank Schönleber

Werner Schönlebers Arbeit gleicht einer perfekten Deklination. Er beschränkt sich auf zwei Lagen, doch diese interpretiert er in jeder Qualitätsstufe kongenial. Auf der einen Seite das feminine, feinduftige, von rotem Schiefer und Kiesel geprägte Frühlingsplätzchen, das häufig mit rotem Lehm des Rotliegenden durchsetzt ist. Auf der anderen der maskulinere, mineralischere Halenberg mit blauem Schiefer und Quarzit. Ein steiniger Untergrund, die Reben müssen hier tief wurzeln.

Großer Halenberg
Den 2007er Jahrgang beschreibt Schönleber als »eleganter, mit einer feineren Ausprägung der Frucht als der kräftigere 2006er«. Der neue Jahrgang gibt abermals Anlass über das »Große Gewächs« vom Halenberg zu schwärmen. Er gehört mit einer unglaublichen Regelmäßigkeit alljährlich zu den großen trockenen Rieslingen Deutschlands, der aufs Feinste zeigt, wie sich Mineralik, Dichte und Filigranität vereinen lassen. Er sticht heraus aus einer Kollektion, die vom »kleinsten« Wein an ohne Fehl und Tadel ist. Und wieder einmal krönen die Schönlebers ihre Kollektion mit atemberaubend kristallklaren Eisweinen. Auch eine ganz besondere Neuerung findet sich unter den 2008ern: erstmals wurde der trockene Versteigerungswein »A.de.L.« (für »Auf der Lay«) erzeugt. Er stammt von einem stark mit Flusskiesel durchsetzten Steilhang des Frühlingsplätzchens. Die Schönlebers nennen ihn selbst das dritte Terroir Monzingens und denken darüber nach, den 1971 weggefallenen Lagennamen wieder zu beantragen.

Schlafender Riese
Der Wein ist ein schlafender Riese, und es wird spannend sein, ihn über die nächsten Jahre, vielleicht gar Jahrzehnte, zu verfolgen. Leider gibt es nur 90 Magnums und 5 Doppelmagnums davon. Seit 2005 ist Sohn Frank mit seinem Vater für den Keller verantwortlich. Im Wingert kann dank der zusätzlichen Arbeitskraft nun noch mehr Zeit verbracht werden, nicht nur die Laubarbeit wird jetzt noch penibler vorgenommen. Im Frühjahr 2007 wurde ein über 30 Jahre lang verbuschter und extrem steiler Teil des Halenbergs, rund zwei Drittel Hektar, mit Riesling bepflanzt. 2008 folgten 1,2 Hektar Fläche im Frühlingsplätzchen. Werner Schönleber schlug nicht wie viele andere Weingüter zu, als Parzellen an der mittleren Nahe frei wurden, sein Augenmerk gilt einzig und allein den Monzinger Lagen. Werner Schönlebers unerreicht elegante Weine atmen jenes Understatement, das auch den Winzer selbst ausmacht, genau wie dessen gradlinige Bestimmtheit. Nichts ist in seinen Weinen vage, alles ist auf den Punkt gebracht, nichts protzt, doch jeder Wein weiß um seinen Wert und reift phantastisch seinem Höhepunkt entgegen.

Betriebsleiter und Kellermeister: Werner und Frank Schönleber
Anfahrt: Von der B 41 zum Ort abbiegen, Richtung Ortsmitte, Soonwaldstraße
Verkauf: Hannelore Schönleber Mo.–Fr. 8:00 bis 12:00 Uhr und 13:30 bis 18:00 Uhr Sa. 9:00 bis 12:00 Uhr und 13:30 bis 16:00 Uhr nur nach Vereinbarung
Jahresproduktion: 120.000 Flaschen
Weißburgunder 200885
Riesling 200885
Grauburgunder 200886
Riesling 200887
Riesling 200887
Riesling 200887
Riesling 200888
Riesling 200890
Riesling 200790
Riesling 200891
Riesling 200891
Riesling 200891
Riesling 200891
Riesling 200791
Riesling 200791
Riesling 200791
Riesling 200791
Riesling 200892
Riesling 200792
Riesling 200792
Riesling 200792
Riesling 200893
Riesling 200794
Riesling 200894
Riesling 200794
Riesling 200895
Riesling 200897

 

Text und alle Bewertungen aus GAULT MILLAU WeinGuide Deutschland 2010.