Steht man vor dem Stammhaus des Weingutes am Moselufer in Pünderich und blickt hinüber auf die Lage Marienburg, so umfängt einen der Zauber dieser einzigartigen Weinlandschaft. Tritt Clemens Busch hinzu, eröffnet sich die Chance, die Unterschiede und Potentiale dieses großen Terroirs kennen zu lernen. Wie so oft nimmt die Lagenabgrenzung keine Rücksicht auf die verschiedenartigen Böden.
Farbiger Schiefer
Um diesem Mangel zu begegnen, griff er auf alte Parzellenbezeichnungen wie Fahrlay und Falkenlay zurück. Die Fahrlay (bei der Fähre) ist geprägt von blauem, die Falkenlay von grauem Schiefer. Der Rothenpfad erhielt seinen Namen wie nicht anders zu erwarten von dem roten Schiefer, der den dort wachsenden Weinen Ähnlichkeit mit den Gewächsen des Roten Hangs bei Nierstein verleiht. Die besten Weine des Gutes stammen oft von einer Felsterrasse mit über fünfzigjährigen Reben, die auf grauem Schiefer stehen. Der 2007er dieses Namens ist mit seiner faszinierenden Mineralik und Länge ein wahrhaft großer Wein. Er steht an der Spitze einer bemerkenswerten Reihe von trockenen und feinherben Rieslingen aus diesem exzellenten Jahr. Sie sind damit ein würdiger Kontrapunkt zu der Palette edelsüßer Kreszenzen, die wir schon im letzten Jahr gerühmt haben. Das ist in einem ganz eigenständigen Stil Moselspitze. Doch Clemens Busch, der das Gut seit 1985 zusammen mit seiner Frau Rita führt und seit vier Jahren biodynamisch bewirtschaftet, hält auch im schwierigeren Jahr 2008 ein beachtliches Niveau.
Felsterrasse ist Favorit
Wieder ist der Riesling »Felsterrasse« unser Favorit im Bereich der trockenen und feinherben Weine, der »Raffes« gefällt uns sogar besser als im Vorjahr. Ein nach Pfefferminze und Zitronenmelisse duftender Kabinett eröffnet den Reigen fruchtsüßer Weine. Saftige Spätlesen leiten über zu elegant-edlen Auslesen, von denen zwei sich in unserer Bestenliste behaupten konnten! Bemerkenswert ist auch ein erst in diesem Jahr gefüllter 2005er aus der Fahrlay, der bis 2008 gegoren hat. So fällt die Zusammenfassung nicht schwer: Herzlichen Glückwunsch zur vierten Traube nach Pünderich!
| Riesling 2008 | 82 |
| Riesling 2008 | 86 |
| Riesling 2008 | 87 |
| Riesling 2008 | 88 |
| Riesling 2007 | 88 |
| Riesling 2007 | 89 |
| Riesling 2008 | 89 |
| Riesling 2007 | 89 |
| Riesling 2008 | 89 |
| Riesling 2008 | 89 |
| Riesling 2008 | 89 |
| Riesling 2008 | 89 |
| Riesling 2007 | 90 |
| Riesling 2007 | 90 |
| Riesling 2005 | 90 |
| Riesling 2008 | 90 |
| Riesling 2007 | 90 |
| Riesling 2008 | 91 |
| Riesling 2007 | 91 |
| Riesling 2007 | 91 |
| Riesling 2007 | 92 |
| Riesling 2008 | 92 |
| Riesling 2007 | 93 |
| Riesling 2008 | 93 |
| Riesling 2007 | 93 |
| Riesling 2008 | 94 |
| Riesling 2008 | 94 |
| Riesling 2007 | 94 |
| Riesling 2008 | 95 |
| Riesling 2007 | 96 |
| Riesling 2007 | 99 |
Text und alle Bewertungen aus GAULT MILLAU WeinGuide Deutschland 2010.