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Weingut Keller Inhaber: Klaus Keller

In den 1970er Jahren fanden zwei zusammen, die Visionen hatten: Klaus und die leider viel zu früh verstorbene Hedwig Keller – sie hat mitten in der Lage Hubacker einen Turm als Denkmal bekommen. Sie erkannten, dass die Saat für große Weine im Weinberg gelegt wird. Diese Vision steigert Klaus-Peter Keller weiter: Er hat den Lagenausdruck noch stärker herausgearbeitet, noch mehr Finesse und Dichte betont. Gleichzeitig haben die trockenen Weine an Statur, Präzision und Festigkeit gewonnen – aber auch ihren Charme behalten. Für den höchst beeindruckenden Jahrgang 2004 verliehen wir nur allzu gern den Titel »Kollektion des Jahres«. Die trockenen Weine 2005 waren noch präziser und von enormer Feinfruchtigkeit und Frische. Selbst im diffizilen Jahrgang 2006 gelang es den Kellers, mit aufwendigem Lese-Management Spitzenweine zu erzeugen. Im Jahrgang 2007 kelterte Klaus-Peter Keller unsere drei am höchsten bewerteten Weine. Da schließen die 2008er nahtlos an. Ihre animierende Kühle wie von frischem Quellgebirgswasser fasziniert neben der feinen Aromatik und präzisen Mineralik. Die Beeren für diese Weine reiften sehr langsam – bis in den November, wie im großen Jahrgang 2004. Begonnen wurde mit den jüngeren Reben der Großen Gewächse für den Riesling Von der Fels, der noch mehr Ausdruck hat. Faszinierend auch der trockene RR von rotliegenden Parzellen mit hohem Eisengehalt im Kirchspiel – mit einem Hauch von natürlicher Restsüße und viel Mineralität. Neu ist der Westhofener Riesling – ein reiner Morstein – aus jungen Reben. Die Großen Gewächse sind formidabel. G-Max ist vital, sehnig, nervig, mit einem vibrierenden Finale. Kirchspiel und Hubacker sind mit ihrem Bogen von hochfeiner Reife und Mineralität die pure stilvolle Eleganz.

Reiz der langen Reife
Dann die Abtserde: ewig lange anhaltend, zupackend und mit einem fruchtigen Kick am Gaumen. Edelsüße Weine wurden hingegen nur in kleineren Mengen geerntet. Die Stärken des Jahrgangs liegen bei Kabinett und Spätlese, etwa die überragende Goldkapsel aus der Abtserde, während der Kabinett »Limestone« ein Lächeln an den Gaumen zaubert. Bei den Roten schlägt der Spätburgunder aus dem Frauenberg ein neues Kapitel auf. Wegweisend und stilbildend sind Klaus-Peter Kellers Spätburgunder auch, weil sie noch puristischer, transparenter und feiner geworden sind. Auch für Silvaner, Scheurebe und Rieslaner bedeutete die langsame Reife eine ungeheuer differenzierte Aromatik und präzise Mineralik. Es gibt nur ganz wenige Weingüter auf dieser Welt, die mit einer solchen Bandbreite an absoluten Spitzenweinen aufwarten können. Glückwunsch an Klaus-Peter Keller und die ganze Familie!

Kellermeister: Klaus und Klaus-Peter Keller
Anfahrt: A 61, Ausfahrt Worms-Nord, über Mörstadt nach Flörsheim-Dalsheim, Ortsteil Dalsheim
Verkauf: Mo.–Fr. 8:00 bis 11:30 Uhr und 13:00 bis 18:00 Uhr Sa. 8:00 bis 11:30 Uhr und 13:00 bis 16:00 Uhr Weinprobe nur nach Vereinbarung
Jahresproduktion: 100.000 Flaschen
Riesling 200884
Riesling 200886
Riesling 200887
Riesling 200888
Scheurebe 200888
Riesling 200889
Weißburgunder 200889
Spätburgunder 200789
Grauburgunder 200890
Riesling 200890
Riesling 200891
Spätburgunder 200791
Riesling 200792
Spätburgunder 200792
Riesling 200892
Riesling 200892
Riesling 200892
Riesling 200893
Riesling 200793
Riesling 200893
Riesling 200894
Rieslaner 200894
Riesling 200895
Riesling 200895
Rieslaner 200895
Riesling 200795
Riesling 200795
Riesling 200796

 

Text und alle Bewertungen aus GAULT MILLAU WeinGuide Deutschland 2010.