Marillen

Sommer, das ganze Jahr!

Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

Tiefviolette Auberginen, leuchtend rote Tomaten, knackig grüne Erbsen, herrlich duftende Kräuter, saftiges Obst – am Sommer kann ich mich weder sattsehen noch sattriechen. Leider geht er oft viel zu schnell vorüber … Doch so manche Aromen können Sie in die kälteren Jahreszeiten „mitnehmen“ – sofern Ihnen das Einkochen und Einfrieren Spaß macht.

Meine liebe Freundin und Gault&Millau-Chefredakteurin, Uschi Macher, ist der Meinung, dass mein Rezept für Marillenmarmelade das beste der Welt sei. Nun ja, ganz so weit würde ich jetzt nicht gehen, aber es ist schon ziemlich gut! Und das Besondere daran: Nach diesem „Muster“ kann man fast alle Marmeladen herstellen, lediglich der Obstschnaps muss angepasst werden. So können wir das Sommergefühl mitsamt seiner einzigartigen Aromen noch lange genießen.

Rezept für sommerliche Marillenmarmelade


Zutaten

2 kg Marillen (Aprikosen), am besten aus der Wachau. Es funktioniert aber mit allen Sorten, wenn sie schön reif sind.
750 g Kristallzucker (kein Gelierzucker!)
1 EL Vanilleextrakt
Einen Schuss Marillenschnaps
5 EL Apfelpektin (gibt es im Reformhaus)

Zubereitung

Die Marillen entsteinen, den Zucker dazugeben, unterheben und über Nacht stehen lassen. So bildet sich bereits Saft und man muss die Früchte nicht mehr so lange kochen.
Am nächsten Tag Marmeladengläser 20 Minuten bei 100 Grad im Backrohr sterilisieren.
Die Masse kochen und sobald die Früchte weich sind mit dem Stabmixer pürieren. Vorsichtig zu Werke gehen – heiß!
Apfelpektin mit ein paar Löffel Zucker vermischen und mit dem Stabmixer einarbeiten, einen Schuss Marillenschnaps und den Vanilleextrakt zufügen und ein paar Minuten kochen.
Gelierprobe machen und in die Gläser füllen

Mein Geheimtipp Nummer 1
Die gängige Methode Gläser luftdicht zu bekommen: Einfüllen, zuschrauben und auf den Kopf stellen, wenn die Gläser ausgekühlt sind, wieder umdrehen.
Ich empfehle hingegen: 80-prozentigen Stroh-Rum nehmen, ein paar Tropfen auf die Marmelade in den Gläsern geben, anzünden, verschrauben. Anschließend in Handtücher packen und langsam auskühlen lassen. Die Marmelade geliert so besser!

Mein Geheimtipp Nummer 2
Ob Weichseln, Zwetschgen oder auch Johannisbeeren – alles gelingt und schmeckt fruchtiger, wenn man den Zucker vorarbeiten lässt.

Gutes Gelingen wünscht,

Ursula Haslauer
Executive Publisher Gault&Millau Deutschland

Foto: unsplash

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